Wie führen Sie sich selbst?
Wie führen Sie sich selbst? Durch Ihre Gedanken. Selbstführung ist in erster Linie Gedankenführung.
Ganz vereinfacht lösen Sie mit Ihren Gedanken drei Arten von Reaktionen aus:
- Sie lösen Gedanken und Gedankenketten aus
Wenn Sie an Ihre Ziele denken, verhindern Sie, dass Sie die Ziele vergessen und richten Ihr (teilweise auch unterbewusstes) Handeln danach aus. Sie können aber auch mit Ihren Gedanken ganze Gedankengruppen (Mindset-Parcours, Routinen) auslösen. - Sie lösen Gefühle aus
Wenn Sie die Liste der Dankbarkeit durchdenken, lassen Sie so positive Gefühle entstehen und sorgen zudem dafür, dass Sie die Gefühle nicht vergessen. Wenn Sie die Liste der Erfolge durchdenken, erinnern Sie sich an die positiven Gefühle und verhindern zudem, dass Sie Ihre Erfolge vergessen. - Sie lösen Handlungen aus
Sie werden erinnert, einzelne Aktivitäten auszuführen (Ihr Bankkonto zu überprüfen, Ihre Werbemaßnahmen zu aktualisieren), Sie können aber auch Handlungsblöcke (Routinen) anstoßen.
Alles beginnt mit den Gedanken.
Doch woher kommen Ihre Gedanken? In meinem Buch „ICH-Management“[1] gehe ich auf die Vorstufe der Gedanken ein, die Impulse. Aus den Impulsen werden dann Gedanken. In diesem Zusammenhang reicht aber eine vereinfachte Sicht aus. Zu unterscheiden sind hier:
- Externe Auslöser, die über die Sinne (Hören, Sehen, Fühlen …) zu Gedanken werden. Sie strömen täglich auf Sie ein – Sie werden von Kollegen angesprochen, Ihr Handy klingelt oder signalisiert eine Nachricht, E-Mails gehen ein oder das ganz normale Tagesgeschäft fordert seinen Tribut.
- Interne Auslöser, die in uns selbst entstehen. Sie sind entstehende Emotionen (Ärger, Freude), Gedankenblitze oder Bedürfnisse (Hunger, Durst, Müdigkeit).
Jetzt stellt sich die Frage, wie wir mit diesen Auslösern umgehen. Können wir sie kontrollieren oder geschickt nutzen?
Gedankenkontrolle ist eine große Herausforderung
Gedankenkontrolle ist eine große Herausforderung: Ständige Ablenkungen durch die Digitalität und die Umwelt, aber auch durch das Eigenleben, das unsere Gedanken führen. Es kommt mir immer fast so vor, als ob nicht ich Herr meiner Gedanken bin, sondern dass die Gedanken mich beherrschen.[2]
Um unsere Gedanken und damit unser Verhalten gezielt zu steuern, brauchen wir Unterstützung!
- Gedankenführung durch Schriftlichkeit[3]
- Erinnerung durch technische Assistenz (Smartphone-Apps)
- Erinnerung durch menschliche Assistenz
- Erinnerung durch Memotechniken / Konditionierung
- Erinnerung durch räumliche Auslöser (vor die Tür legen)
- Erinnerung durch haptische Auslöser (Planer)
- Gedankenführung durch gezielte Selbstführung
Selbstführung ist Gedankenführung. Durch Planung, den Mindset-Parcours und Tracken können wir unsere Gedanken führen und damit unser Handeln steuern.
[1] Matthias Büttner, Das ICH-Management – Wie erreiche ich meine Ziele?, X47-Verlag
[2] Dazu habe ich ein kleines Video gemacht: Warum Du einen Kalender brauchst. https://www.youtube.com/watch?v=OyIzv0GMpA8
[3] Matthias Büttner, Warum Schreiben uns gesünder, glücklicher und erfolgreicher macht, X47-Verlag