Erfolgsfaktor 3: Schriftlichkeit

Der Mensch vergisst. Das liegt in der Natur des Menschen. Vergessen ist Fluch und Segen zugleich. Segen, weil wir dann weniger Masse „bedenken“ müssen. Fluch, weil wir auch Dinge vergessen, die wir nicht vergessen sollten.

Hier ein paar Beispiele:

  • Die guten Vorsätze zum Jahresanfang.        
    Es gibt viele Gründe, warum nur ein geringer Anteil der guten Vorsätze auch tatsächlich umgesetzt werden. Ein Grund ist auf jeden Fall, dass man einfach vergisst, was man sich vorgenommen hat. Wenn erst der Alltag mit seinen Anforderungen und eingeprägten Verhaltensmustern Einzug hält, dann verfällt man schnell in alte Muster und diese beinhalten die neuen Vorsätze nicht. Das gilt natürlich auch für jede neue Gewohnheit, die wir anstreben.
  • Die Ziele des Jahres          
    Was für die guten Vorsätze des Jahres gilt, gilt auch für die Ziele des Jahres. Ziele sind weitaus komplexer, als die meisten guten Vorsätze. Ziele müssen wohl formuliert werden und dann auf die Monate und Tage heruntergebrochen werden. Keine leichte Aufgabe. Und auch sie werden vergessen, sobald die Flutwelle des Alltags über uns herein bricht.
  • Erkenntnisse
    Wir machen einen Fehler und lernen daraus. Doch dann vergessen wir die Lektionen und machen den Fehler erneut – oder immer wieder.
  • Freunde
    Können Sie spontan diejenigen Menschen aufzählen, die wichtig für Sie sind, die Ihnen am Herzen liegen? Ja, bestimmt. Die erste Gruppe ist immer verfügbar, aber dann gibt es weitere Menschen, die Ihnen wichtig sind, die Ihnen aber nicht sofort einfallen. Erst wenn Sie richtig darüber nachdenken, fallen Ihnen auch diese Menschen ein. Das Problem nun liegt darin, dass wir uns von diesen Menschen entfernen, sie vielleicht sogar verlieren, weil wir sie nicht beachten, weil wir sie vergessen. Dann trifft man sich zufällig auf der Straße und stellt fest, dass man schon seit Jahren nicht mehr geredet hat. Freundschaft muss gepflegt werden.

Hier noch ein paar mehr Dinge, die wir (leider) vergessen.

  • die Vision unserer Zukunft,
  • die positiven Einstellungen, die wir gefühlt haben,
  • die Fehler, die wir gemacht haben,
  • die Erfolgserlebnisse, die wir gehabt haben,
  • die guten Ideen, die kurz aufblitzen,
  • die Aufgaben, die immer wieder kommen,
  • die Aufgaben, die wir uns für morgen vornehmen
  • die Aufgaben, die wir heute oder gestern erledigt haben
  • das was wirklich wichtig ist,
  • den Mut und die Zuversicht, den wir gestern noch hatten, und
  • auch uns selbst.


Das meiste vergessen wir vollkommen, manches erinnern wir, wenn wir gezielt darüber nachdenken, nur weniges haben wir immer im Bewusstsein.

Ein zentrales Hilfsmittel gegen das Vergessen ist die Schriftlichkeit. Das Schreiben ermöglicht es uns, nichts zu vergessen. Nur dank der Schriftlichkeit sind wir überhaupt in der Lage, diesen Herausforderungen zu begegnen.

In meinem Buch „Warum uns Schreiben gesünder, glücklicher und erfolgreicher macht“[1] gehe ich detailliert auf dieses Thema ein.


[1]         Matthias Büttner, Warum Schreiben uns gesünder, glücklicher und erfolgreicher macht, X47-Verlag, S. 31)

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