Authentizität oder Professionalität: Was gilt für Dich als Führungskraft?

Die Chefrolle verlangt Haltung – auch wenn der Ärger berechtigt ist

Es gibt Momente im Unternehmer- und Manageralltag, in denen der Ärger berechtigt ist. Jemand hat Mist gebaut, der Fehler ist offensichtlich, und alles in Dir will klar machen: Das geht hier gar nicht.  Authentizität würde bedeuten: Gefühle raus, Dampf ablassen, zeigen, was Du wirklich denkst. Und ja – das ist menschlich. Es bringt Dich vielleicht sogar kurz ins Gleichgewicht.  Aber Professionalität in der Führung bedeutet etwas anderes. Die Chefrolle verlangt, dass Du ruhig bleibst, sachlich kommunizierst und die Situation nicht mit unkontrollierten Emotionen aufladest. Führungskompetenz zeigt sich genau dann, wenn der Impuls zu reagieren am stärksten ist.  Selbstführung ist dabei kein Verzicht auf Echtheit. Es ist die Entscheidung, Deine Emotionen bewusst einzusetzen, statt von ihnen gesteuert zu werden. Das ist der Kern emotionaler Reife in der Unternehmensführung.  Mein Impuls: Authentizität und Professionalität schließen sich nicht aus – aber in Deiner Rolle als Chef hat die Haltung Vorrang vor der Reaktion.

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